Installation als Examensarbeit im Kunststudium 1999.

Über einen längeren Zeitraum hin beschäftigte ich mich während des Studiums mit Dingen, die zu der stillgelegten Keramikfabrik M+R gehörten.

Ich fotografierte, entdeckte, sammelte, nahm wahr, beschrieb, sortierte und rekonstruierte, bewahrte Zwischenformen, schuf Zwischenformen, entwickelte meine persönliche Sichtweise auf die Dinge und erfand neue Zusammenhänge jenseits festgelegter Funktionen.

Letztlich fand ich:

Der eigentliche Fund liegt darin, über den Gegenstand hinaus den Negativraum, das Nichts, wahrzunehmen und positiv zu bewerten. Es ist mir wichtig, Negativraum erkennbar, wahrnehmbar, erfahrbar zu machen und zu betonen, dass dieser nicht bloß leerer, ungefüllter Raum ist, sondern potentialer, aktiver Teil des Raums.

Im Zentrum meiner Überlegungen stehen Positiv-und Negativ-Form als sich gegenseitig bedingende Pole. Dies entspricht mehr einem Denken in Kräften und Potenzialen als einem Denken in sich ausschließenden Gegensätzen.